Milch Future Spekulation NGO Bloomberg

Derzeit steigen Milchpreise – auch ohne Spekulanten

Milch Future Spekulation NGO Bloomberg

Milch Future. Quelle: Bloomberg

Ein beliebtes Spiel von Gegnern freier Märkte ist es, „Spekulation“ zu rufen, sobald irgendwelche Lebensmittelpreise steigen. Dann werden umfangreiche Studien produziert, die zeigen sollen, wie Finanzjongleure und Banken für Preissteigerungen verantwortlich sind, aufgrund derer Menschen hungern müssen.

Derzeit herrscht auf dieser Front eine ohrenbetäubende Stille, obwohl sich Milchpreise in den letzten paar Jahren verdoppelt haben. Vergebens wartet man bisher auf den Aufschrei der Empörten. Denn diesmal steigen die Preise, ohne dass man sich der sonst üblichen Beweise für Lebensmittelspekulation bedienen könnte. Derivate auf Milch existieren durchaus – im Bild zeigt die rote Linie die ausstehenden Futureskontrakte. Doch man sieht deutlich, dass zu Zeiten niedriger Milchpreise genauso viele, wenn nicht noch mehr, Futures offen waren wie heute. Lebensmittelspekulation kann den Milchpreis also nicht in die Höhe gerieben haben.

Rohstoffmärkte sind groß und liquide genug, dass Spekulation keine Rolle spielt. Im Gegenteil – manch finanzkritische NGO, so Oxfam, erkennt sogar an, dass ein gewisses Maß an Spekulation sogar notwendig ist, wenn man allzu starke Preisschwankungen vermeiden will, sobald ein großer Käufer oder Verkäufer auftaucht.

Mehr zum Thema Spekulation, Lebensmittel und NGO-Studien in meinem im März erscheinenden Buch Alternativlos.

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