EU Umfrage

Marktnische: Wahlkampf mit Politik für Wachstum und Geldwertstabilität

 

EU Umfrage

Bild: Eurobarometer der EU

Umfragen zeigen, dass die vier größten Sorgen europäischer Wähler Inflation, Arbeitslosigkeit, wirtschaftliche Lage und Steuern sind. Themen, die im Wahlkampf und in der politischen Praxis nur mit leeren Floskeln bedient werden. Stattdessen fokussiert sich die Groko umso hyperaktiver auf sekundäre Themen wie Wohnungspolitik, Migration und innere Sicherheit, die bestenfalls lautstarke parteiinterne Querulanten ruhigstellen. Während die Menschen Preiserhöhungen verspüren, warnen Politiker vor den angeblichen Gefahren einer abstrakten Deflation.

Es wäre also eine einmalige Gelegenheit für Parteien, mit einem wachstumsorientiertem und auf Geldwertstabilität ausgerichtetem Programm ihre wirtschaftspolitischer Kompetenz zu beweisen.

  • Wirtschaftliche Lage und Arbeitslosigkeit. Politik kann bekanntlich keine Arbeitsplätze schaffen und auch kein Kapital aus dem Nichts schaffen, das investiert werden kann und dann Arbeitsplätze schafft. Politik kann jedoch ein investitionsfreundliches Umfeld schaffen. Wie man es nicht macht, hat gerade Francois Hollande gezeigt, dessen investitionsfeindliche Politik nach seiner Wahl von der einen Hälfte der Groko bejubelt wurde. Kapital gibt es nicht ohne Kapitalmärkte. Wir brauchen also ungezügelte Finanzmärkte. Wenn man Angst vor Betrügereien hat, kann man die Strafen erhöhen. Frei Märkte, und wer betrügt, der fliegt in den Knast. Orientierungshilfe: Bernie Madoff wurde zu 140 Jahren Gefängnis verurteilt. In Deutschland wäre er wahrscheinlich mit ein paar Jahren davongekommen und bei guter Führung vorzeitig entlassen worden. Freies Wirtschaften mit harten Sanktionen bei schwerem Betrug muss das Motto sein. Der einfache Weg härterer Strafen allein machen allerdings keinen Sinn. Sie schrecken lediglich ehrliche Unternehmer ab, die sich kriminalisiert fühlen, wenn nicht auch gleichzeitig liberalisiert wird. Wachstum ist noch dazu die effizienteste Methode, die Staatsverschuldung abzubauen
  • Inflation. Der Euro ist nun einmal da, ihn schlecht zu machen und seine Abschaffung zu fordern ist kontraproduktiv und unterminiert das Vertrauen in ihn, was über kurz oder lang seine Stabilität unterminiert. Die Aufweichung des Verbot der Staatsfinanzierung durch die EZB ist schwer aufzuhalten, da es zu viele Tricks gibt, es zu umgehen. Drastischere Methoden sind deshalb notwendig, um die Geldwertstabil zu gewährleisten, beispielsweise eine Beschränkung der Bilanzsumme der EZB (bei voller Konsolidierung der Rettungsschirme und Bilanzierung von Repos, Buy/resells und Derivate zum Nominalwert) in Verbindung mit einer Deckelung des Geldmengenwachstums. Langfristig muss man zur Erhaltung des Geldwerts Alternativen zum derzeitigen inflationären Währungssystem suchen.
  • Steuern. Vereinfachung ist das Zauberwort in jedem Parteiprogramm. Doch das Steuersystem ist inzwischen so komplex, dass Versuche einer Vereinfachung die Komplexität nur noch erhöhen. Die einzige Lösung ist ein völliger Neubeginn: die Schaffung eines einfachen Systems mit niedrigen Steuersätzen ohne Ausnahmeregelungen.

Es ist klar, dass solche Forderungen von Kritikern und Theoretikern massiv attackiert, gerupft und als populistisch verschrien werden. Dazu kommt, dass sie angebotsorientiert sind und damit schon vorab unter Generalverdacht stehen. Doch angesichts des Scheiterns keynesianischer Dauerstimulierung, die bisher bestenfalls Investitionen bei chinesischen Konsumgüterherstellern ermuntert hat, nicht aber bei einheimischen Investitionsgüterherstellern, ist eine Abkehr von der gescheiterten Nachfrageorientierung notwendig.

Die Sorgen der Bevölkerung, die man in den Umfragen erkennt, zeigen eindeutig, dass die Menschen in Europa durchaus ein intuitives Verständnis für solides Wirtschaften haben. Was fehlt, sind Politiker, die bereit sind, es mit den lautstarken Verfechtern des etablierten Dirigismus aufzunehmen.

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Milch Future Spekulation NGO Bloomberg

Derzeit steigen Milchpreise – auch ohne Spekulanten

Milch Future Spekulation NGO Bloomberg

Milch Future. Quelle: Bloomberg

Ein beliebtes Spiel von Gegnern freier Märkte ist es, „Spekulation“ zu rufen, sobald irgendwelche Lebensmittelpreise steigen. Dann werden umfangreiche Studien produziert, die zeigen sollen, wie Finanzjongleure und Banken für Preissteigerungen verantwortlich sind, aufgrund derer Menschen hungern müssen.

Derzeit herrscht auf dieser Front eine ohrenbetäubende Stille, obwohl sich Milchpreise in den letzten paar Jahren verdoppelt haben.Continue reading Diesem Blog folgentwitterlinkedinrsstwitterlinkedinrss
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Argentinien Reserven Abwertung Peso Spekulation

Spekulanten attackieren Argentinien, Venezuela und die Türkei?

Argentinien Reserven Abwertung Peso Spekulation

Argentiniens Devisenreserven. Quelle: Bloomberg

Überrascht sind Beobachter nicht, dass die Währungen von Schwellenländern kriseln. Dieses Phänomen wiederholt sich jedes Mal, wenn der Dollar an Stärke gewinnt. Dann geraten Währungen, die angeblich feste Wechselkurse haben, ins Wanken, wenn Staaten nicht ebenfalls eine Politik einer starken Währung verfolgen. Im augenblicklichen Zyklus geraten wie üblich die Währungen zuerst ins Wanken, deren Regierungen am wenigsten auf Stabilität achten. Und natürlich schiebt man die Schuld auf finstere Mächte, ausländische Spekulanten. Doch wenn jedes Land der WeltContinue reading Diesem Blog folgentwitterlinkedinrsstwitterlinkedinrss
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Professor Stiglitz gibt unnütze Ratschläge zum Euro

Joseph E. Stiglitz. Bild: Wikimedia Commons.Joseph E. Stiglitz hat sich im Laufe der Jahre einen Fanclub aufgebaut, der nur noch von dem Paul Krugmans übertroffen wird. Zu seinem aktuellen Kommentar zur wirtschaftlichen Lage in Europa dürfte sich in den nächsten Tagen der Chor der publizistischen Papageien gesellen. Hier ein kurzer Faktencheck seiner Patentrezepte:

  • Bankenunion: alles wird gut, wenn nur eine Bankenunion kommt. Dieses Thema wird von allen Beobachter überbewertet. Wahrscheinlich wird sie keine Continue reading
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IWF: Niedrigzinsen werden die nächste Krise verursachen

Zinsen seit 1990. Quelle: Autor, Bloomberg.

Zinsentwicklung seit 1990. Quelle: Autor, Bloomberg.

Versteckt in einer Tabelle des Finanzstabilitätsberichts des Internationalen Währungsfonds IWF verbirgt sich eine tickende Zeitbombe. Sollten das Zinsniveau um nur einen Prozentpunkt steigen, werden die Besitzer von Anleihen Verluste in Höhe von 2.325 Milliarden Dollar verbuchen, also 2,3 Billionen (Tabelle 1.2 auf Seite 9). Zum Vergleich: in der letzten Finanzkrise beliefen sich die Verluste weltweit auf vergleichsweise harmlose 2,1 Billionen Dollar. Der IWF warnt:Continue reading Diesem Blog folgentwitterlinkedinrsstwitterlinkedinrss
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Frankreichs Arnaud Montebourg Setzt EZB Unter Druck

Arnaud Montebourg, EZB, Fed, Federal Reserve, Industriepolitik, Niedrigzinspolitik

In der heutigen Ausgabe der Wirtschaftszeitung Les Echos verlangt der französische Minister Arnaud Montebourg von der EZB eine aktivere Geldpolitik (La Fed, un nouveau modèle pour la BCE?Die Fed, ein neues Modell für die EZB?). Das Fragezeichen ist vermutlich als Befehlszeichen gedacht.

In dem Artikel schreibt Montebourg der Niedrigzinspolitik der amerikanischen Fed den Aufschwung seit der Krise zu. Auch die Regierung betreibe eine Industriepolitik mit Investitionen in Schlüsseltechnologien wie Fracking zur billigen Energiegewinnung aus Schiefergas.Continue reading Diesem Blog folgentwitterlinkedinrsstwitterlinkedinrss
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Venezuelas Börse Lässt Ackermanns Renditeziel Schäbig Aussehen

Die politischen Erben von Hugo Chavez mögen mit seinem Sozialismus des 21. Jahrhunderts zwar das Gesundheitssystem des Landes ruiniert haben, aber in einem Bereich liegen sie ganz vorne: die Börse von Caracas schlägt die Rendite aller anderen Börsen der Welt seit inzwischen fünf Jahren.

Chavez, Kapitalismus, Sozialismus, Finanzmarkt, Rendite

Quelle: Bloomberg

Viele Beobachter betrachten nur die 475 prozentige Rendite in diesem JahrContinue reading Diesem Blog folgentwitterlinkedinrsstwitterlinkedinrss
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